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Geschichte des Atomoi

Die Zeittafel im Folgenden beschreibt die dokumentierte Geschichte des Atomoi. Diese basiert auf den zurzeit (Stand November 2025) verfügbaren Quellen aus den Archiven der UZH, des Staatsarchivs des Kantons Zürich, der Webarchive der UZH sowie des Atomoi. Inhaltliche Änderungen vorbehalten. Die Recherche hat Melissa Pisteljic (Biochemie) durchgeführt.

  • Seit der Gründung der Universität Zürich bis ins Jahre 1908 gab es keinen Fachverein für Chemiestudierende im heutigen Sinne. Vereinzelte Studierende der Chemie fanden sich von 1833 bis 1888 in der allgemeinen Studentenversammlung (AStV) wieder oder in studentischen Korporationen (Studentenverbindungen), welche keine studierenden Frauen zuliessen.

  • Am 5. Dezember 1908 wurde ein Gründungsantrag als Brief an den UZH-Rektor mit angehängten Statuten und Mitgliederlisten zugestellt. Der Name der Vorgängerin des Atomoi war die «Gesellschaft der Universitätschemiker», welche durchschnittlich etwa 30 bis 40 Studierende als Mitglieder pro Semester umfasste. Bis zum Dezember 1929 wurden periodisch die Mitgliederlisten an die Kanzlei der UZH bzw. an den Rektor kommuniziert (Stand der momentanen Quellenlage).

  • In Kontrolllisten der UZH-Kanzlei fand sich vom Sommersemester 1933 bis zum Wintersemester 1935/36 der studentische Verein «Chemiker» im Rektoratsarchiv namentlich wieder. Es kann aufgrund einer Kontrollliste vom Sommersemester 1929 festgestellt werden, dass die Gesellschaft der Universitätschemiker schlicht als «Chemiker» von der UZH-Kanzlei in ihren Unterlagen bezeichnet wurde und nicht mehr als Universitätschemiker. Daraus lässt sich schliessen, dass dieser dem Atomoi vorausgegangene studentische Verein urkundlich gesichert von 1908 bis 1936 existiert hat. 

  • Das «dunkle Zeitalter» des Atomoi während ganzen 4 Jahrzehnten: Die Verfügbarkeit von Dokumenten eines Chemiefachvereins der UZH sind uns derzeit nur in einem sehr geringen Masse bekannt. Genauer gesagt: Bisher wurde nur eine Kontrollliste im Rektoratsarchiv vom Wintersemester 1951/52 entdeckt, wo ein «Chemiker-Verein der Universität» erfasst wurde. Es kann gemutmasst werden, dass für eine gewisse Zeit lang die Gesellschaft der Universitätschemiker bzw. der studentische Fachverein der Chemiker weitergelebt und sich womöglich umbenannt hat. Mit ziemlicher Sicherheit kann davon ausgegangen werden, dass Studierende der Chemie und Biochemie in der Nachfolgerin der AStV, nämlich der Studentenschaft der Universität Zürich (SUZ), bis zu ihrer Auflösung durch den Zürcher Regierungsrat am 15. September 1978 an vereinzelten Stellen aktiv waren, z.B. als studentische Vertretung im Namen des Vereins.

  • Am 12. Februar 1970 wurde eine studentische Organisation namens «Fachgruppe Chemie» gegründet, was ziemlich einem Fachverein entspricht, und deren Statuten am 10. Juni 1970 von der Universität genehmigt. Mehr als 7 Jahre später, nämlich am 23. November 1977, wurde der Nachfolgeverein namens «UniChem» gegründet und deren Statuten vom damaligen UZH-Rektor Hans Nef gleichermassen genehmigt. Damit wurde der UniChem vor dem Biologiefachverein BiUZ gegründet, dessen Gründungsstatuten genau auf den 6. Februar 1979 zurückgehen. Die Korrespondenz vom UniChem mit dem Rektoratsdienst kann bis zum Wintersemester 1985/86 schriftlich nachverfolgt werden bzw. als Nichtmitglied mit dem inoffiziellen und privatrechtlichen Nachfolger der Studentenschaft der Universität Zürich (SUZ), dem sogenannten Verband der Studierenden an der Universität Zürich (VSU).

  • Am 18. Mai 1981 wurden die Statuten des Fachvereins der Biochemie («Proteios») vom Rektorat der UZH genehmigt. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um Gründungsstatuten, da in der offiziellen Kontaktliste des VSUs vom Sommersemester 1981 die Biochemie noch in einer Klammerbemerkung direkt unterhalb des UniChem Fachvereins aufgeführt wurde. Erst auf der Kontrollliste des Rektoratsdiensts vom Wintersemester 1982/83 wird der Proteios als Fachverein separat auf dem Papier direkt nach dem Unichem als «Verein der Biochemiestudenten» erwähnt. Aus einem Communiqué der VSU-Fachvereinskoordination vom April 1983 liest sich heraus, dass aufgrund der 2. Etappe des Umzugs der chemischen Institute auf den Irchel Campus der UniChem sich vom Proteios distanziert hat und die Aktivitäten des Erstgenannten etwas «eingeschlafen» sind.  Leider konnten ansonsten keine Atomoi-spezifischen Dokumente aus diesem Zeitraum der 1980er gefunden werden abgesehen von den Kontrolllisten des Rektoratsdienstes bis Februar 1986

  • Die ältesten uns bekannten Atomoi-Statuten konnten im Webarchiv gefunden werden und datieren auf den 26. Juni 1990: Dies ist das offizielle und gesicherte Gründungsdatum des Atomoi! Der Beweis findet sich in einem Protokoll der VSU-Fachratssitzung vom 12. Dezember 1990, wo ein Vertreter des Atomoi dem VSU unsere Fachvereinsgründung bzw. Neugründung vom nun ehemaligen UniChem kommuniziert hat. Überdies hat sich damals der Atomoi als VSU-Mitglied aktiv in die Unipolitik eingebracht und u.a. in einem Brief an den VSU konkret Vorschläge für eine VSU-Frauenkommission mitgeteilt, als das Thema von Gleichberechtigung an der UZH explizit in allem möglichen Bereichen aufkam, vor allem bei Ernennungen von mehr weiblichen Professorinnen im Verlaufe der 1990er Jahre. Beide Fachvereine der Chemie und Biochemie waren ansonsten sehr aktiv in der Hochschulpolitik, wo die Korrespondenz an universitäre Organisationen in dieser Zeit gelegentlich vom Atomoi mit dem Proteios zusammen durchgeführt wurde, was archivierte Briefe demonstrierten. Zusätzlich waren sie mit Events beschäftigt wie dem Weihnachtsessen, Grillparties, Erstsemestrigentage oder Prüfungsvorbereitungskurse (PVK). Das erste Weihnachtsessen überhaupt wurde von beiden Fachvereinen im Dezember 1993 durchgeführt, da ein Vertreter des Atomoi dies in einer VSU-Fachratssitzung vom 24. November 1993 laut des Protokolls erwähnt hat. Fachvereinseigene Websites wurden ebenfalls geführt und kontinuierlich geupdatet. Der Proteios zog laut des Protokolls der VSU-Fachratssitzung vom 18. Januar 2000 um und es wurde die hohe zeitliche Belastung sowie Verschulung des Biochemiestudiums erwähnt, was womöglich neben der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Atomoi dazu beigetragen hat, dass der Proteios mit dem Atomoi schliesslich fusioniert wurde. Laut der damaligen Website vom 25. April 2000 wurden die zwei Fachvereine bereits zu Beginn der Jahrtausendwende zusammengeführt zum Atomoi allein, aber erst «offiziell» per Jahresbeginn 2001 als anerkannter Vertreter beider Studiengänge an der UZH, was sich mit Protokollen der VSU-Fachratssitzungen vom 18. Januar 2001 und denjenigen danach beweisen lässt, da fortan der Fachverein Chemie/Biochemie (Atomoi) urkundlich erwähnt wurde.

  • Seit der Einführung des Studiengangs der Wirtschaftschemie im Jahre 2004 setzt sich der Atomoi ebenfalls für die Interessen der Wirtschaftschemiestudierenden ein. Im Januar 2012 wurde mit der Gründung des WiChem Forums ein Verein als Plattform für ein Alumninetzwerk, einen erleichterten Berufseinstieg sowie Vernetzung von Wirtschaftschemiestudierenden gegründet. Am 19. April 2009 wurde die alte Atomoi Website, welche über die UZH-Domäne betrieben wurde, modernisiert inkl. neuem Logo und der Wechsel zu einem UZH-externen Server vollzogen, wo bis heute die Website von jeweils einer verantwortlichen Person im Vorstand betrieben wird. 

  • In den letzten 15 Jahren wuchs die Anzahl der Studierenden der Chemie, Biochemie und Wirtschaftschemie rasant an. Zwischen 130 und 150 Erstis schreiben sich insgesamt für jene drei Studiengänge pro Herbstsemester ein. Dementsprechend wuchs auch erheblich die Fülle an studentischen und hochschulpolitischen Aufgaben (siehe aktuelle Ressorts und Vorstand), Events und fachvereinsbezogenen Dienstleistungen (z.B. Buddysystem für Biochemiestudierende, Grundlagen Nachhilfe im 1. Studienjahr, PVK und Verkäufe von Laborausrüstung). Erwähnenswert sind noch die Statuten und die allgemeine Geschäftsordnung (AGO), welche von der Autorin dieser Recherche totalrevidiert wurden und am 18.10.2023 nach der Generalversammlung in Kraft traten. Der Atomoi ist mittlerweile ein etablierter und einflussreicher Fachverein an der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich geworden, der mit anderen Fachvereinen zusammenarbeitet. Jüngste Kollaborationen wurden mit der Biochemistry Association Zürich (BiocZ) getätigt, welche per 30.11.2023 als Fachverein gegründet wurde und ähnlich wie das WiChem Forum eine Plattform für die Studierenden der Biochemie zum Vernetzen sowie spannende Events bietet. Zuletzt wurde offiziell im Herbstsemester 2025 die neu gestaltete Atomoi-Website aufgeschaltet und ein neues Logo per 14.10.2025 an der letzten Generalversammlung eingeführt.

Über uns

Wie du von uns profitierst

Ganz nach dem Motto: “Von Studierenden. Für Studierende.” ist der Fachverein Atomoi für alle Chemie, Wirtschaftschemie und Biochemie Studierenden da. Wir sind bemüht, dir deinen Studienanfang zu erleichtern und du kannst uns bei Fragen und Problemen immer kontaktieren! Wir organisieren unter anderem den Erstsemestrigentag, den Labormaterialverkauf, sowie die kostenlose Nachhilfe.

Möchtest du mithelfen? Hast du eigene Ideen? Der Vorstand freut sich immer über neue Gesichter! Bei uns hast du die Möglichkeit, dir gefragte Softskills bei der Planung und Umsetzung verschiedener Projekte anzueignen. Du kannst dir deinen ehrenamtlichen Einsatz dann bei deinem Abschluss ausweisen lassen.

Als anerkannte Vertretung setzen wir uns auf universitärer Ebene für die Interessen der Studierenden ein. So gewähren wir durch unseren Sitz in verschiedenen Kommissionen beispielsweise ein Mitspracherecht bei der Ausarbeitung des Studienaufbaus, der Wahl von Professor*innen, sowie der Organisation der Bibliothek.


Weiter sorgen wir mit diversen Events für etwas Abwechslung im Studileben. Zu den Highlights gehören unser traditionelles Weihnachtsessen und unsere Bar-Events in der Irchelbar. Um einen Einblick in die Möglichkeiten nach dem Studium zu schaffen, organisieren wir regelmässig Industrieevents, wo neben Führungen und Präsentationen viel Zeit für deine Fragen bleiben.

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